Kameradschaftsbund

Am 26. Dezember 1949 gründeten die Kriegsheimkehrer den „Unterstützungs- und Wohltätigkeitsverein Graden“ und wählten Herrn Stuarnig zu ihrem Obmann. Der Verein hatte 60 Mitglieder und wurde im Jahre 1955 als Kameradschaftsbund Graden angemeldet.

Dank des großen Einsatzes der Vereinsmitglieder und durch Spenden der Bevölkerung gelang es den Kameraden, ein würdiges Kriegerdenkmal für die im 1. und 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten zu errichten. Nach eingehenden Diskussionen, ob man das Denkmal zwischen Kirchenwirt und Pfarrhof, oder an Stelle der sogenannten Jägerkapelle errichten sollte, einigte man sich auf letzteres.

Der heutige Professor Franz Weiß wurde mit der Planung und Durchführung der Arbeiten beauftragt und im Jahre 1951 konnte das Kriegerdenkmal in feierlicher Form seiner Bestimmung übergeben werden. Auch die Ortsverbände Kainach, Salla, Köflach und Maria Lankowitz nahmen daran teil.

Im Jahre 1956 übernahm Josef Riegler die Funktion des Obmannes und behielt sie bis 1959.

Im Jahre 1957 erfolgte unter dem Titel „Übertragung des dem Bund verfallenen Vermögens“ die Übergabe der im Gewahrsam der Gemeinde Graden befindlicher Vereinsfahne an den ÖKB, Ortsverband Graden. Ebenso wurde die Überweisung des erliegenden Guthabens veranlasst.

Am 5. Oktober 1958 feierte der ÖKB Graden sein 25-jähriges Bestehen. Am Festakt nahmen Abordnungen aus Köflach, Maria Lankowitz, Bärnbach und Piber teil.

Im Jahre 1959 begann mit der Wahl von Johann Steirer zum Obmann (bis 1986) und Kassier August Neukam (bis 2000), sowie Schriftführer Rochus Ortner (bis 1986) eine neue Ära. In weiterer Folge bemühte man sich, auch jüngere, nicht mehr kriegsgediente Kameraden in den Ortsverband zu integrieren. Besonders Kassier Neukam verstand es gut, junge Gradener, die bereits im Österreichischen Bundesheer der 2. Republik gedient hatten, anzuwerben und für den Ortsverband zu gewinnen. So gelang es, dass der ÖKB Graden 1979 erstmals 100 Mitglieder hatte. Ebenfalls 1979 wurde zur Verwendung bei feierlichen Anlässen eine Festschusskanone angeschafft. An den Kosten von 10714,40 Schilling beteiligten sich neben dem Kameradschaftsbund auch die Gemeinde, das Pfarramt, sowie der Musikverein Graden.

1983 erfolgte die Restaurierung des Kriegerdenkmals durch Prof. Franz Weiß; die Kosten dafür betrugen ca. 10000.- Schilling.

Im Jahre 1984 wurde die Fahne restauriert.

1986 übernahm Johann Schlatzer die Funktion des Obmannes. In diesem Jahr fand auch erstmals das seither sehr beliebte Osterschinkenschnapsen am Palmsamstag statt.

Der Ortsverband Graden, der im Jahre 2003 nicht weniger als117 Mitglieder aufwies, setzt im Laufe eines Jahres folgende Aktivitäten:

Ø     2-3 Ausrückungen zu anderen Ortsverbänden

Ø     Totengedenkfeiern zu Allerheiligen

Ø     Teilnahme an kirchlichen Feierlichkeiten

Ø     Auszeichnung und Ehrung verdienter Kameraden

Ø     Sammlung für das Schwarze Kreuz

Ø     Krankenbesuche

Ø     Fest am Oswaldisonntag

Ø     Wanderung am Nationalfeiertag

Ø     Kegeln

Ø     Osterschinkenschnapsen

Ø     Zielschießen

Diese Aufzählung zeigt, welchen hohen Stellenwert der Ortsverband Graden des ÖKB im kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Dorfes einnimmt.

2007 wurde Herr Gerhard EISNER zum Gf. Obmann gewählt. Es konnten erstmals auch Frauen dem Ortsverband Graden beitreten.
 

2008 übernahm Herr Gerhard EISNER die Funktion des Obmannes. In dieser neuen Funktion hat er weder Kosten noch Mühen gescheut, das Kriegerdenkmal in Graden baulich und künstlerisch zu restaurieren. Dafür zeigten sich Prof. Dampfhofer und unser Baumeister Steirer verantwortlich.

Die Segnung erfolgte mit rund 200 Kameraden aus dem Bezirk VO und WZ beim tratitionellen Oswaldikirtag.


Gerhard Eisner
Graden 188
8593 Köflach

+43 676 94 999 05
obmann@okb-graden.at
www.okb-graden.at