Lipizzaner Almabtrieb 2019

34 mit Blumen geschmückte Hengste, die die warme Jahreszeit auf der Stubalm verbracht hatten, wurden zurück ins Gestüt Piber geführt und machten somit Köflach als „Lipizzanerstadt“ alle Ehre. Neben der neuen „Gestüts-Chefin“ und deren Amtskollegen, Geschäftsführer Erwin Klissenbauer, konnten Bgm. Helmut Linhart und die Stadtregierung auch zahlreiche politische Gäste empfangen, welche es sich nicht nehmen ließen, dem Einzug der Lipizzaner beizuwohnen; darunter die Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Maria Patek und die beiden Nationalratsabgeordneten Elisabeth Köstinger und Juliane Bogner-Strauß. Ebenso wie der ebenfalls anwesende Landesrat Johann Seitinger oder die steirische VP-Klubobfrau Barbara Riener betonten sie alle den Stellenwert der edlen Pferde für den Tourismus und damit die Lipizzanerheimat im Allgemeinen. Auch der Obmann des Tourismusverbandes Lipizzanerheimat, Adi Kern, freute sich über die gelungene Großveranstaltung sowie über die von Geschäftsführerin Klima verkündeten Pläne zur Errichtung einer Seniorenresidenz für Lipizzaner im Gestüt Piber, mit welcher eine Stärkung des Standortes einher gehen soll.

Als um kurz vor 12 Uhr der Einmarsch der Pferde bevor stand und die Spannung bereits zum Greifen war, ließ ein weiterer Programmpunkt den Puls der Besucher sowie die Anzahl der Pferdestärken in der Innenstadt in die Höhe schnellen. Mitglieder der Ferrari- und AlfaRomeo-Clubs bildeten mit ihren Karossen einen ebenso lautstarken wie optisch eindrucksvollen Korso, der langsam über die Judenburgerstraße auf den Köflacher Hauptplatz rollte. Eine besondere Ehre erwiesen der Stadt diesmal die Steirischen Hoheiten, die auf Einladung des Bürgermeisters in die Weststeiermark gekommen waren.

Die Botschafter und Botschafterinnen der steirischen Genuss- und Tourismusregionen ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Pferden und unter den Klängen des Musikvereins Gestüt Piber auf den Hauptplatz einzuziehen und dem Event auf diese Weise „königlichen“ Charme zu verleihen. Der Lipizzaner-Almabtrieb – der perfekte Anlass, um das heimische Brauchtum hoch zu halten, und so bot sich den Besuchern über die Innenstadt verteilt ein reichhaltiges kulinarisches wie kulturelles Programm. Auf den Bühnen sorgten die Steirische Kirtagsmusi, Stubalmblech, die Voitsberger Jagamusi sowie das Schneiderwirt Trio für Stimmung – umrahmt vom Volkstanzkreis St. Johann ob Hohenburg und der Volkstanzgruppe Holterbuam. Vom Publikum interessiert verfolgt wurden ebenso die Klänge des Musikvereins Graden sowie der Glasfabriks- und Stadtkapelle Köflach. Zudem boten einige Stände einen Einblick in schon vergessen geglaubtes Handwerk. Dass die Lipizzanerheimat auch kulinarisch viel zu bieten hat, davon zeugte das Angebot der Bezirksbäuerinnen, an deren Ständen sich die Besucher ausgiebig laben konnten.

Und die eigentlichen „Stars“ des Abtriebs? Die zeigten sich ebenso von ihrer besten Seite und ließen sich von Groß und Klein bestaunen und standen für das ein oder andere Foto bereit. Nach einem kurzen Aufenthalt am Hauptplatz setzte sich der Tross wieder in Bewegung und die Lipizzaner kehrten wohlbehalten in ihr Winterquartier in Piber zurück von wo sie sicher noch viele Nächte von ihrer Sommerfrische und den vielen Eindrücken des Almabtriebs träumen werden.